Wo soll ich nur anfangen.
Sie starrt auf das leere Blatt, als könnte es ihr antworten, als könnte es ihr die Worte zuflüstern, die sie selbst nicht findet. Vielleicht sollte ich einfach schreiben, wie es war. Ganz am Anfang. Aber was ist der Anfang? Gibt es überhaupt einen, oder hat es sich einfach so in sie hineingeschlichen, ohne dass sie es bemerkt hat?
Der Stift liegt schwer in ihrer Hand. Drei Mal hat sie schon angesetzt, drei Mal die Spitze wieder vom Papier genommen. Das ist doch lächerlich, murmelt sie leise vor sich hin, kaum hörbar, nur für sich selbst bestimmt. „Du hast schon hundert Seiten vollgeschrieben, und jetzt, ausgerechnet jetzt, findest du keine Worte?“
Draußen fällt das Licht schräg durchs Fenster, dieses warme, honigfarbene Licht, das nur an Sommerabenden existiert, kurz bevor die Sonne hinter den Dächern verschwindet. Es zeichnet lange Streifen über den Teppich, über das ungemachte Bett, in dem sie sitzt, die Knie an den Körper gezogen, im Schneidersitz, ein altes T-Shirt und Shorts, die Haare noch feucht vom Duschen.
Ich muss es aufschreiben. Ich werde sonst verrückt, wenn ich es nicht aufschreibe. Aber gleichzeitig zieht sich etwas in ihr zusammen, ein Widerstand, der sich wie ein Knoten in ihrer Brust anfühlt. „Aber wenn ich es aufschreibe, ist es echt“, flüstert sie. „Dann ist es wirklich passiert. Dann kann ich nicht mehr so tun, als hätte ich es mir nur eingebildet.“
Es drängt in ihr, presst gegen ihre Brust wie etwas, das raus will, das sie nicht länger in sich tragen kann, ohne daran zu zerbrechen. Durch das gekippte Fenster zieht ein Hauch von geschnittenem Gras herein, vermischt mit dem Geruch von irgendwo gegrilltem Essen, ein paar Straßen weiter. Stimmen von Nachbarskindern, die noch draußen spielen. Ein Hund bellt. Unten, durch den Boden gedämpft, das Murmeln des Fernsehers – ihre Eltern, ahnungslos, wie jeden Abend.
Sie dürfen es nie erfahren. Der Gedanke jagt ihr einen Schauer über den Rücken. „Niemand darf es erfahren“, sagt sie leise zu sich selbst, fast wie ein Versprechen, fast wie eine Beschwörung. „Nur du“, sie blickt auf das Tagebuch hinunter, als würde es ihr zuhören, „nur du erfährst es.“
Sie schließt für einen Moment die Augen. Was, wenn ich es einfach für mich behalte? Was, wenn ich so tue, als wäre nichts gewesen? Aber sie weiß, dass das nicht geht. Sie kennt sich selbst zu gut – die Gedanken würden sie nachts wachhalten, würden sich in jede Ritze ihres Bewusstseins drängen, bis sie keine Ruhe mehr fände. „Du kannst das nicht einfach in dir vergraben“, flüstert sie sich selbst zu. „Das weißt du.“
Sie blickt kurz auf, zum Fenster, zur Sonne, die jetzt fast den Horizont berührt, ein letztes oranges Glühen, bevor die Dämmerung sich über die Stadt legt. Der Himmel färbt sich violett-rosa, die Luft draußen wird langsam kühler. Sie atmet tief ein, hält den Atem einen Moment an, lässt ihn dann langsam wieder los.
„Okay“, sagt sie schließlich, kaum mehr als ein Hauch. „Okay. Einfach anfangen.“
Sie richtet sich auf, setzt sich gerader hin, als müsste sie sich selbst Mut machen für das, was jetzt kommt. Die Spitze des Stifts berührt das Papier, zögert einen letzten Wimpernschlag lang – und dann beginnt sie zu schreiben.
Liebes Tagebuch,
Es tat tatsächlich etwas weh, weil ich so eng war. Ich versuchte ihn aufzuhalten. „Dominik, ich bin viel zu eng…“, flehte ich erfolglos. Aber mein Bruder ließ sich nicht aufhalten. Er drückte seinen harten Stab tiefer in mich hinein. Es kam mir vor wie eine Ewigkeit, die der lange Schwanz brauchte um in mich hineinzugleiten. Dann stieß Dominik plötzlich auf einen Widerstand.
Mein Jungfernhäutchen. Es war tatsächlich noch da wo es hingehörte. Mein lieber Bruder zog seinen Schwanz ein Stück aus mir heraus, dann stieß er wieder mit voller Kraft in mich hinein und zersprengte das Häutchen mit einem Schlag. Ein heftiger Schmerz durchzuckte meinen Unterleib. Es war ein wellenförmiges Gefühl, so wie der erste Orgasmus. Nur diesmal war es schmerzhafter. Aber es war kein so schlimmer Schmerz, irgendwie war es eine Form von Schmerz, der mich nur noch geiler auf das machte, was danach kam.
Nachdem der Schmerz etwas abgeebbt war begann ich die Bewegungen in meinem Unterleib zu genießen. Ich spürte Dominiks Penis bis tief in meinen Bauch hinein und es fühlte sich großartig an. Am Anfang hatte ich noch leichte Schmerzen, doch je weiter er mich fickte, desto feuchter wurde ich und es ging ganz leicht, dass der Penis in mich hinein und wieder hinaus glitt. Dominik stieß seinen langen Penis so tief in mich hinein, dass ich zwischenzeitlich das Gefühl hatte er würde mich aufspießen.
Dann versuchte ich mich wegzuwinden, doch Dominik hielt mich an der Hüfte fest. Dann näherte er sich mit seinem Mund meinen Brüsten. Er nahm meine Brüste in den Mund. Umspielte die steifen Warzen mit der Zunge. In immer enger werdenden Kreisen, bis er mit seiner Zungenspitze meine Nippel streichelte. Langsam saugte er daran, nahm sie zwischen die Lippen und biss vorsichtig hinein. Es tat gut, es war ein lieblicher Schmerz, kaum merklich, der sich dabei in meinen Brüsten ausbreitete.
Dabei fickte er mich immer schneller. Bald spürte ich schon wieder dieses liebliche Gefühl. Ich spürte wie sich diese erregenden Wellen in meinem Unterleib ausbreiteten. Sie füllten nach und nach meinen ganzen Körper. Erst spürte ich sie in meinem Bauch, dann wanderten sie weiter hoch zu meinen Brüsten. Ich konnte den Höhepunkt bis in meine Brustwarzen spüren und ich bemerkte dabei, wie meine Scheide sich in rhythmischen Bewegungen immer wieder zusammenzog und das harte Glied meines Bruders massierte. Auch Dominik schien das sehr gut zu gefallen. Denn auch sein Schwanz fing kurz darauf an zu zucken. Dann zog er ihn heraus und plötzlich schoss sein Samen aus seinem Penis und traf auf meine Brüste und auf meinen Bauch.
Deine Anita
Der letzte Satz steht. Sie legt den Stift beiseite, lässt ihn auf die Bettdecke fallen, und für einen Moment sitzt sie einfach nur da, bewegungslos, und spürt, wie sich etwas in ihr löst. Das Gewicht, das sie den ganzen Abend über in der Brust getragen hat, ist nicht verschwunden, aber es hat sich verschoben, ist leichter geworden, als hätte das Schreiben einen Teil davon aus ihr herausgezogen und auf das Papier gebannt.
Es ist draußen. Es ist nicht mehr nur in meinem Kopf.
Sie liest die Zeilen noch einmal durch, langsam, mit zusammengekniffenen Augen, als müsste sie sich selbst noch einmal davon überzeugen, dass sie wirklich genau das geschrieben hat, was sie schreiben wollte. Dann klappt sie das Buch zu und drückt es kurz an sich, fast wie ein Kind ein Stofftier umarmt, bevor sie es zurück in die Schublade ihres Nachttisches legt, ganz nach hinten, unter alte Hefte und einen Stapel Karten, die sie nie weggeworfen hat.
Niemand würde mir glauben. Der Gedanke kommt ihr fast tröstlich vor. Wenn ich es jemandem erzählen würde – sie würden mich komisch ansehen. Sie würden denken, ich spinne, oder ich übertreibe, oder ich hätte mir das alles nur eingebildet. Gut, dass sie geschwiegen hat. Gut, dass nur das Papier es weiß, und sonst niemand.
Sie schaltet die kleine Lampe auf ihrem Nachttisch aus, zieht die Decke bis zum Kinn, und draußen ist es inzwischen ganz dunkel geworden, nur das ferne, gedämpfte Licht einer Straßenlaterne wirft einen schwachen Schimmer durch die Vorhänge. Die Geräusche des Abends sind verstummt, keine spielenden Kinder mehr, kein Hund, nur die Stille eines Sommerhauses bei Nacht, durchbrochen ab und zu vom Zirpen irgendwo draußen. Ihre Augenlider werden schwer. Der Tag, das Schreiben, alles zusammen hat sie erschöpft, und der Schlaf zieht sie schnell mit sich fort.
Im Traum ist alles wieder da.
Bilder, die sich nicht festhalten lassen, die ineinander verschwimmen wie Farbe im Wasser. Ein Gefühl von Enge, dann von Weite. Stimmen, die sie nicht zuordnen kann, Worte, die sie nicht versteht, aber die trotzdem etwas in ihr auslösen – Angst, dann auf einmal etwas wie Staunen, dann wieder dieses Ziehen in der Brust, das sie schon wach kannte. Sie läuft, oder schwebt, oder steht still, während sich alles um sie herum bewegt. Ein Lachen, das nicht fröhlich klingt. Eine Hand, die nach ihr greift, oder sie wegschiebt, sie weiß es selbst nicht genau. Die Bilder kippen, drehen sich, lösen sich auf und formen sich neu, immer wieder, ein Strudel aus Gefühlen ohne klare Form.
Dann reißt sie die Augen auf.
Ihr Herz schlägt hart gegen ihre Rippen, ihr T-Shirt klebt feucht an ihrem Rücken. Für einen Moment weiß sie nicht, wo sie ist, die Dunkelheit im Zimmer fühlt sich fremd an, bedrohlich fast, bis ihre Augen sich daran gewöhnen und die vertrauten Umrisse ihres Schreibtischs, ihres Regals wieder auftauchen. Sie greift nach ihrem Handy auf dem Nachttisch, das Display blendet sie kurz – 3:04 Uhr. Mitten in der Nacht, das Haus totenstill, draußen vor dem Fenster nur Schwärze.
War das echt? War irgendwas davon echt?
Ihre Hände zittern leicht, als sie die Schublade ihres Nachttisches aufzieht, hastig, fast hektisch, zwischen den Heften und Karten herumwühlt, bis ihre Finger den vertrauten Einband des Tagebuchs finden. Sie zieht es heraus, drückt auf den Knopf ihrer kleinen Nachttischlampe, das Licht sticht ihr für einen Moment in die Augen, und sie blättert mit zittrigen Fingern zu der zuletzt beschriebenen Seite.
Sie muss es noch einmal lesen. Sie muss sich selbst beweisen, dass es wirklich passiert ist, dass es keine Einbildung war, kein Hirngespinst, kein böser Traum, der sich nur wie Erinnerung anfühlte. Ihre Augen fliegen über die eigenen Zeilen, über ihre eigene Handschrift, und mit jedem Wort, das sie wiedererkennt, beruhigt sich langsam ihr Atem.
Es ist wirklich passiert. Ich habe es nicht geträumt.
Bei der Erinnerung an das Erlebte, beim erneuten Lesen in ihrem Tagebuch kommt die Lust zurück.
Sie spürt, dass sie feucht ist. Ihre Hand gleitet ganz von selbst nach unten, um sie an dieser Stelle zu berühren. Die Fingerspitzen tasten über die geschwollenen Lippen und sofort kehrt die Lust zurück. Gemischt mit den bittersüßen Erinnerungen an den Tag, an dem sie zur Frau geworden ist. Sie weiß, dass sie diese Nacht nicht viel Schlafen wird….
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